Geschichtliches

In einer Schenkungsurkunde von König Emmerich aus dem Jahre 1203 wurde u.a. der Landstrich, der die Gebiete von Königshof, Winden und Steinbruch umfasst, dem Stift Heiligenkreuz übergeben. Die Zisterzienser erkannten die bedeutenden Steinvorkommen und begannen mit der großzügigen Aufschließung. Im damaligen Gebiet von „Steinbruch“ siedelten sich Steinarbeiter an und es entstand eine kleine Arbeiterkolonie aus der allmählich ein Dorf entstand.

Im Auftrag des Kaisers Maximilian II. wurde im Jahre 1570 in Ebersdorf mit dem Bau eines Lustschlosses begonnen. Das „Neugebäude“ hatte eine Größe von ca. 180 x 14 m, in der Größe vergleichbar mit Schönbrunn. Steinmaterial vom Neugebäude, welches heute nicht mehr existiert, wurde abgetragen und bei anderen Prunkbauten wieder verwendet.

Das qualitativ gute Steinmaterial und Aufträge für das Neugebäude ließen das Unternehmen rasch anwachsen. Der Natursteinbau war immer schon sehr teuer, im vergleich mit Ziegeln waren aber Natursteine aus nahen Vorkommen jedoch billiger. Aufgrund des großen Steinbedarfs suchte der Steinmetzmeister Antonius Gardeson im Jahre 1590 beim zuständigen Stift Heiligenkreuz um die Bewilligung eines weiteren Steinbruches an. Dies ist das erste Schreiben, in dem „Stainbruch am Laithaberge“ schriftlich erwähnt wurde.

Die damaligen Steinmetzmeister bürgten mit Ihrem Namen als Baumeister, Künstler und Architekten, für eine hochwertige Arbeit. Von ihrem Können hing nicht nur die qualitative Ausbildung der Lehrlinge ab, sondern auch das Ansehen des Handwerks.

Die Steinmetzmeister waren am Bau von u.a. in Wien befindlichen Prunkbauten wie die Staatsoper, Karlskirche, Börse, Hofburg, österreichischen Nationalbibliothek, etc. beteiligt. Bei den Gebäuden wurden jedoch immer nur Teilbeträge wie Stufenanlagen, Brunnen, Fassaden,etc., mit Kaiserstein gebaut, da aufgrund der Größe der Bauvorhaben das Material von mehreren Steinerzeugungen beigestellt wurde.

Wir sind bemüht, unseren großen Vorbildern in unserem kleinem Rahmen gerecht zu werden.